Das Haus hatte keine Türen, aber die Bewohner beschwerten sich nie über den Eingang. Sie beschwerten sich über den Geruch im dritten Stock, über die Hunde, die niemand fütterte, und über den Mann, der jeden Abend die Treppe hinunterfiel, ohne je unten anzukommen.

Im Keller stand Wasser. Nicht viel. Gerade genug, um das Spiegelbild einer Decke zu halten, die es im Haus nicht gab. Wer hinabstieg, fand dort eine Zimmerdecke mit Stuck und einem Kronleuchter aus Knochen. Wer nicht hinabstieg, wusste trotzdem davon.

Eine Frau im zweiten Stock nähte Gardinen aus Zeitungspapier. Die Schlagzeilen zeigten nach außen. Passanten lasen von Katastrophen, die erst in drei Wochen eintreten würden, und gingen weiter, weil ihnen die Grammatik nicht gefiel.

Der Mann auf der Treppe fiel weiter. Nicht schnell. So langsam, dass die Kinder ihm Briefe an die Hosenbeine hefteten. Er lieferte sie zu, an Empfänger, die in Stockwerken wohnten, die es nur während seines Fallens gab.

Nachts zählte das Haus seine Fenster. Es kam nie auf die gleiche Zahl. Es versuchte, sich darüber keine Sorgen zu machen.